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   Inliner-Freizeit

            in Europas Skate-Region

         südlich von Berlin

 

   
 
 

  Tagebuch der Schul-Inlinerfreizeit

 

Vom 9. - 13. Mai 2016 war es endlich soweit:

Nach über einjähriger Vorbereitungszeit startete die Inliner-AG von Fr. Woscheck und Fr. Gerhardt mit Denise, Laura, Timea, Sammy, Kevin, J. und David zur heiß ersehnten 5-tägigen Inliner-Freizeit. Ziel der Reise war die Flaeming-Skate im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming. Auf unterschiedlichen Rundkursen kann man bis zu 230 Kilometer auf meist superglatten, 2-3m breiten Asphaltbändern quer durch die Region zurücklegen - und das in einer ländlichen Idylle, ohne die Hektik des normalen Alltags!!!

 

1. Tag: Montag, 9. Mai

Nach einzelnen stichpunktartigen Kontrolle des Gepäcks bei bestimmten Schülern starteten wir bei bestem Wetter wie geplant um 8:45 Uhr vom Gutshof. Die Fahrt verlief ohne besondere Zwischenfälle und so erreichten wir unser Quartier trotz ausgiebiger Frühstückspause bereits kurz vor 13 Uhr. Nach einer herzlichen Begrüßung im Gutshaus PETKUS brachten wir unser Gepäck auf die Zimmer, packten aus, richteten uns schon ein bisschen ein, bezogen unsere Betten und trafen uns um 14 Uhr im Außenbereich zum gemeinsamen Mittagessen. Danach stand Entspannen bzw. individuelle Freizeitgestaltung bis 15:30 Uhr auf dem Tagesplan: Von Schlafen, über Erkunden des Geländes bis hin zu ausgelassenem Toben auf den Spielgeräten war bei unseren Schülern alles dabei.

 

 

Um 15:45 Uhr trafen wir uns alle mit "Sack und Pack" vor dem Gutshaus, zogen unser Inlinerequipment an und auf ging's ab Petkus auf die Flaeming-Skate zum Einfahren. Und dabei verschafften wir uns einen ersten, persönlichen Eindruck von der Beschaffenheit der Skatestrecken. Nach ca. 3 km kamen wir an unser erstes Infoschild (eines von noch vielen weiteren im Verlaufe der Freizeit) - und auch eines, welches eines der Charakteristika aller Skaterrundkurse ausmacht und weshalb auch nationale und internationale Wettkampfsportler unterschiedlichster Sportarten immer wieder Trainingslager in dieser Region durchführen.

 

 

 

 

Da wir das "starke Gefälle" (28 Höhenmeter) hinsichtlich Fahrgeschwindigkeit/ Einsatz der Bremskraft nicht genau einschätzen konnten, sind wir dieses Teilstück gemeinsam (barfuss) gegangen. In der Talsenke angekommen haben wir unsere Inliner wieder angeschnallt, sind noch bis zum Ort Ließen weitergefahren und haben uns anschließend auf dem Rückweg tapfer die Steigung hochgekämpft - und die hatte es wirklich in sich!! Trotz Fußmarsch haben wir an diesem Nachmittag noch knapp 10 km auf Inlinern zurückgelegt - und schon jetzt waren wir von der Beschaffenheit der Flaeming-Skate restlos begeistert; man schien förmlich über den Asphalt zu schweben, so leicht ließ es sich fahren!!!

Gegen 18:30 Uhr stärkten wir uns mit unserer ersten warmen Mahlzeit im Gutshaus PETKUS - Hunger hatten alle mehr als genug und so mancher holte sich aus der Küche noch einen Nachschlag.

Nach einer weiteren "Daddelphase" am Handy oder Toben auf dem Spielplatz ging der Tag mit einer erfrischenden Dusche sowie Vorlesezeiten für die Jüngeren zu Ende.

 

2. Tag: Dienstag, 10. Mai

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom reichhaltigen Büfett und dem Schmieren von Brötchen/ Broten für den anstehenden Tag fuhren wir mit unserem Bus zunächst bis nach Holbeck. Von dort ging's auf einem Teilstück des Rundkurses 5 (RK 5) auf Inlinern über Jänickendorf zum RK 2.

 

  

 

Gegen 13 Uhr erreichten wir Kolzenburg - unser Etappenziel für eine ausgiebige Mittagspause. Im Biergarten, schön schattiert, durften unsere Füße "durchatmen"- sie wurden von den Inlinern befreit. Aber diese Pause wurde auch aktiv gestaltet, zum einen auf dem Spielplatz, zum anderen aber vor allem durch das Ausprobieren von Stepperbikes, die wir uns dort ausgeliehen haben. Für alle ein unbekanntes Gefährt, dass aber alle unbedingt ausprobieren wollten. Nach einer kurzen Erklärung hinsichtlich Fahr-/ Bremseigenschaften hatten alle Schüler schnell den Bogen raus drehten so manche Runde - ein tolles Erlebnis!

 

 

 

 

Nach einem der Witterung angepassten abschließenden Eis  rüsteten wir uns für die Nachmittagsetappe. Wir fuhren weiter auf dem RK 2, beendeten diesen nach weiteren 5 km und fuhren das letzte Teilstück auf dem RK 5 zurück nach Holbeck. Den evtl. eingeplanten Extraschlenker zu einem Badesee in Gottow wurde aufgrund der extremen Temperaturen ersatzlos gestrichen. Aber die insgesamt 23 km des 2. Tages konnten sich auch so durchaus sehen lassen!

Zurück im Gutshaus ließen wir alles stehen und liegen und "stürzten" uns förmlich auf unser Essen . Und auch diesmal zauberten unsere Schüler dem Koch ein ums andere Mal ein Lächeln ins Gesicht, als sie um einen Nachschlag baten.

Die nun folgende Freibeschäftigungsphase wurde von unseren Schülern ganz unterschiedlich gestaltet. Während sich Sammy mit ihrem Handy entspannt auf einer Hängematte am Spielplatz niederließ, hatte es Kevin, Timea, J. und Denise vor allem das Spielgerät "Seilbahn" besonders angetan. David hingegen war sehr sprunghaft in seinen Aktivitäten und bei einem seiner vielen Wechsel zwischen zwei Beschäftigungen missglückte sein Sprung über die Steinkante der Gartentreppe, die er entgegen des eigentlichen Weges quer überwinden wollte, und beendete gegen 19:30 Uhr abrupt die selbstgewählte Abendgestaltung - statt dessen fuhr Fr. Gerhardt mit ihm ins 19 km entfernte Krankenhaus nach Luckenwalde, um die sehr schmerzhafte Verletzung am li. Ellenbogen medizinisch untersuchen zu lassen. Für diese beiden sollte es noch ein langer Abend werden. Während alle anderen sich ab 20:30 Uhr langsam bettfertig machten (hier ein Lob an Sammy, die sich rührend um Timea und Laura gekümmert und so Fr. Woscheck toll unterstützt hat, die sich dadurch in aller Ruhe um die anderen Jungs kümmern konnte), kamen Fr. Gerhardt und David erst kurz vor Mitternacht wieder zurück - aber sie konnten Entwarnung geben: Keine Armfraktur! Trotzdem sollte es unsere Tagesplanung für den nächsten Tag komplett über den Haufen werfen.

 

3. Tag: Mittwoch, 11. Mai

 

Auch der dritte Tag begann mit einem Frühstück in entspannter Runde - diesmal gepaart mit den Erzählungen aus dem Krankenhaus vom gestrigen Abend. Hier erfuhren die anderen Schüler auch, dass David bis mittags noch einmal einem Arzt vorstellt werden musste. Damit war die geplante Tour Markendorf - Jütebog - SkateArema - RK3 und zurück (ca. 30km) Geschichte. Die neue Tagesplanung sah nun folgendes vor: Ein Teil unserer Gruppe fährt Inliner, Fr. Gerhardt übernimmt wieder die Arztfahrt, Denise darf aufgrund zweier Blasen an den Füßen ebenfalls einen Ruhetag einlegen und begleitet Fr. Gerhardt, gemeinsamer Treffpunkt am späten Mittag am Kloster Zinna, Besichtigung des Klosters und anschließend Taschengeld ausgeben.

Gesagt, getan: So brachten die drei uns mit dem nach Schlenzer. Von dort ging es auf einem Teilstück des RK 5 für Kevin, J., Sammy, Timea, Laura und Fr. Woscheck auf Inlinern über Markendorf und Werder zum gemeinsamen Treffpunkt am Kloster Zinna - Fahrstrecke am 3. Tag 13 km.

 

 

 

 

Nach einer gemeinsamen Besichtigung der Klosteranlage Zinna fuhren wir alle mit dem nach Luckenwalde zum Einkaufen. Unsere Wasservorräte gingen langsam zur Neige und außerdem sollten die Schüler wie versprochen Gelegenheit bekommen ihr Taschengeld auszugeben.

Frühzeitig zurück im Gutshaus blieb sogar noch vor dem Abendessen Zeit zum Spielen oder Entspannen. Und nach dem Essen war in vorgegebener Reihenfolge Postkarte schreiben mit Fr. Woscheck angesagt. Die übrige Zeit wurde von allen zum Spielen, Naschen, Spaß haben, Entspannen und zwischenzeitlichem Duschen genutzt.

 

 

 

 

4. Tag: Donnerstag, 12. Mai

 

Die längste Tour auf Inlinern war für den vierten Tag geplant - entsprechend ausgiebig haben wir gefrühstückt und uns unsere Brotdosen mit leckeren Sachen gefüllt. Um 9:30 Uhr trafen wir uns vor dem Gutshaus und fuhren mit unserem Bus nach Hohenseefeld. Von dort aus wollten wir den RK 7 im Uhrzeigersinn in Angriff nehmen. Gemeinsames Ziel sollte die Stadt Dahme/Mark sein. Ab da wollten wir entscheiden, wie wir die noch fehlenden 12 km zurücklegen, um wieder zu unserem Bus zu kommen - aber diese Entscheidung war ja am frühen Morgen noch ca. 31 km entfernt.

Die Teilstrecken des RK 7 waren sehr abwechslungsreich. Weite Strecken fuhren wir entlang verschiedener Getreideflächen quer durch die Natur, lediglich unterbrochen von kleinen Ortschaften - eine landschaftliche Idylle, die ihresgleichen sucht, keine Autos, kein Straßenlärm.

 

 

 

Besonders eindrucksvoll war eine ca. 8 km lange Strecke, die uns in Kurven und auf und ab durch einen  Kiefernwald führte! Und gerade einmal drei Fahrradfahrer kamen uns in dieser herrlichen Landschaft entgegen - der absolute Wahnsinn!!!!

 

 

 

Nachmittags in Dahme/ Mark angekommen  erfragten wir uns den Weg zu einem Eiscafê - denn ein großes Eis für alle Schüler sollte der Lohn für die gefahrenen 31 km sein.

Während der "Eispause" besprachen wir den weiteren Ablauf des Tages und kamen gemeinsam zu folgendem Ergebnis:

Fr. Gerhardt beendet mit Denise, Timea, J. und Laura den Inlinertag - für die Jüngsten sind 31 km am 4. Tag eine Megaleistung - und sie erkunden gemeinsam die Stadt Dahme/ Mark.
Fr. Woscheck nimmt zusammen mit Sammy, Kevin und David die letzten 12 km des RK 7 in Angriff, um den Bus zu holen. So würden die Älteren auf eine Inlinerfahrstrecke von 43 km am 4. Tag kommen.

 

 

 

 

Während die Stadterkunder neben dem alten Barockschloss vor allem viel Zeit im kleinen verbrachten, nahmen die Skater um 16:45 Uhr noch einmal Fahrt auf. Auch der letzte Teilabschnitt des RK 7 war streckenmäßig ein Traum und mit ein bisschen Rückenwind erreichten wir unseren Bus schon nach einer Stunde und zehn Minuten. Gut, dass wir so zügig unterwegs waren und uns nicht mehr Zeit gelassen haben (das war aber vor allem der Wunsch der Schüler gewesen, ohne viele Pausen richtig flott zu fahren); denn so hat uns nur der Anfang von einem kurzen, aber heftigen Gewitterschauer 1 km vor unserem Ziel erwischt - Glück gehabt!!!

Nachdem wir die "Städter" abgeholt hatten - sie waren während des Gewitters in eine Tennishalle geflüchtet -, fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft. Während der Fahrt informierten wir telefonisch unsere Herbergsmutter, dass wir uns zum Essen etwas verspäten würden. Am Gutshaus angekommen hieß es dann auch nur "Hände waschen und ab an den Tisch" - und auch an diesem Tag holten sich aufgrund des inzwischen riesigen Hungers fast alle noch einen Nachschlag!!!

Die letzten Stunden bis zur Nachtruhe um 22 Uhr waren gefüllt mit ein bisschen Toben draußen auf dem Spielplatz, duschen, Süßigkeiten "vernichten" und natürlich Taschen/ Koffer packen; denn am nächsten Tag stand leider schon wieder die Heimreise an.

 

 

5. Tag: Freitag, 13. Mai

 

Auch den letzten Tag unserer Schulfreizeit startete mit einem leckeren Frühstück - jeder bediente sich noch einmal/ zweimal/ dreimal am Büffet und schmierte sich ein Brötchen oder Brot für die Pause während der Heimfahrt.

Nach dem Frühstück verstaute Fr. Woscheck das Gepäck im , die Betten wurden abgezogen und die Zimmer besenrein übergeben. Und dann war es auch schon soweit: Um 10:00 Uhr verabschiedeten wir uns und starteten heimwärts.

In Jütebog machten wir noch einmal Halt, um uns die Skate-Arena zumindest einmal anzuschauen, die wir aufgrund des Unfalls von David aus unserer ursprünglichen Wochenplanung hatten streichen müssen. Leider war die Arena an diesem Morgen geschlossen - ein gutes Omen für eine Wiederkehr?!

 

Wir können nur sagen:
 
Die Flaeming-Skate ist wahrlich eine Reise wert, so tolle Inlinerstrecken wie dort sind der absolute Wahnsinn.
 
Wir würden gerne einmal wiederkommen!!!

 

 
Fr. Gerhardt, David, Kevin, Fr. Woscheck
Timea, J., Sammy, Denise, Laura
         
         
         

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